Vielleicht findest du dich in Los Santos schneller zurecht als in einem Stadtteil deiner eigenen Stadt. Und wenn jemand „Vice City“ sagt, hast du sofort ein Bild im Kopf: Palmen, Lichter, eine Nacht, in der noch alles passieren könnte.
Die Vorbilder liegen in der echten Welt: Vice City ist an Miami angelehnt und der zentrale Stadtschauplatz von GTA VI. Los Santos aus GTA V greift Los Angeles auf; die Vinewood Hills spielen auf die Hollywood Hills an.
Vice City kennst du. Wie wäre es mit einer Nacht in Miami?
Mit Freunden ausgehen, Musik hören, am nächsten Morgen gemeinsam frühstücken und eine Geschichte mit nach Hause nehmen. Für den Abend brauchst du vermutlich ein Reisebudget. Den Fluchtwagen kannst du dir sparen.
Oder irgendwann selbst über die Hollywood Hills blicken und denken: Diesen Ausblick kenne ich bisher nur vom Bildschirm. Jetzt stehe ich hier.
Genau diese Sehnsucht interessiert mich. Die Lust, etwas zu erleben. Menschen kennenzulernen. Freiheit zu spüren. Etwas aufzubauen, das einen persönlich berührt.
Ich will, dass unser eigenes Leben der Ort ist, an dem etwas passiert. Aus diesem Wunsch entsteht Mission.
Vielleicht willst du als Musiker in Los Angeles deinen eigenen Sound finden. Vielleicht zieht es dich als KI-Forscher nach Tokio. Vielleicht möchtest du monatelang durch Südostasien reisen, ein Unternehmen aufbauen oder eine Gemeinschaft gründen, die es in deiner Stadt noch nicht gibt.
Auch dafür steht Mission: für große Vorstellungen davon, was aus unserem Leben werden könnte, und den Mut, ihnen eine echte Chance zu geben.
Ich glaube, dass jeder Mensch eine einzigartige Mission hat. Dass Gott uns etwas mitgegeben hat: Begabungen, Neugier, Empfindsamkeit und Möglichkeiten. Etwas, das sich in dieser Welt frei entfalten darf. Für mich bedeutet das, der authentischsten Version meiner selbst näherzukommen: der Wahrheit darüber, wer ich bin, was mich bewegt und wofür ich meine Fähigkeiten einsetzen möchte.
Das ist mein persönlicher Ausgangspunkt. Mission soll Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen verbinden, die einander in ihrer Entwicklung respektieren und unterstützen.
Diese eigene Wahrheit muss man manchmal erst entdecken. Durch Begegnungen, Erfahrungen, Arbeit und Irrwege. Ein Ziel darf sich verändern, wenn wir uns besser kennenlernen. Wir müssen unsere Lebensaufgabe nicht fertig formuliert haben, um loszugehen.
Und der erste Schritt muss nicht gleich ein Flug nach Miami sein. Vielleicht ist es eine Stunde am eigenen Song, ein Gespräch mit jemandem aus der Forschung oder eine erste gemeinsame Wanderung. Manchmal ist der schwierigste Gegner tatsächlich der Gruppenchat, in dem alle „unbedingt mal“ schreiben und niemand einen Tag vorschlägt.
Ich wünsche mir eine Gemeinschaft, in der jemand deinen Traum ernst nimmt. Menschen, die dich mit anderen zusammenbringen und auch dann an deiner Seite bleiben, wenn aus der großen Vorstellung mühsamer Alltag wird. Musiker zu werden bedeutet auch zu üben. Forschung bedeutet auch, lange keine Antwort zu finden. Eine Reise braucht Vorbereitung.
Ein großer Traum verliert seinen Wert nicht dadurch, dass er Geld kostet oder Erfolg sichtbar wird. Aber ich möchte mich fragen: Will ich das wirklich? Passt es zu mir? Oder habe ich gelernt, es zu wollen, weil es mir ständig als das perfekte Leben gezeigt wird?
Mein Glaube macht diese Frage für mich besonders persönlich. Was Gott mir mitgegeben hat, möchte ich bewusst nutzen und weiterentwickeln. Dazu gehört Verantwortung gegenüber anderen. Wenn Gewalt, Ausbeutung und Kriminalität zur Unterhaltung werden, frage ich mich, warum ich ausgerechnet darin so viel Lebenszeit verbringen möchte.
Zugespitzt gesagt: Ich möchte meine begrenzte Zeit nicht dauerhaft damit verbringen, in einer Simulation zu „sündigen“, während ich das Leben, für das ich Verantwortung trage, auf später verschiebe.
Das ist eine persönliche Gewissensfrage. Eine gespielte Handlung lässt sich nicht einfach mit einer wirklichen Tat gleichsetzen. Daraus folgt auch kein pauschales Urteil über Menschen, die GTA spielen. Mich interessiert, welchen Platz solche Welten in meinem Leben bekommen und ob dieser Platz zu meinen Überzeugungen passt.
Ein seltener, bewusst verabredeter Spieleabend mit Freunden kann schöne gemeinsame Zeit sein. Zusammen lachen, etwas ausprobieren und danach wieder abschalten: Daran ist aus Sicht von Gemeinschaft und bewusstem Umgang mit Zeit nichts pauschal schlechtzureden. Auch Freundschaften, die online entstehen oder dort gepflegt werden, sind echte Beziehungen.
Problematisch wird es für mich, wenn digitale Missionen dauerhaft den Tagesablauf bestimmen, eigene Vorhaben verdrängen und wir länger bleiben oder mehr ausgeben, als wir eigentlich wollten.
Dann bezahlen wir womöglich mehrfach: direkt für Spiele, Inhalte oder virtuelle Güter und durch die Möglichkeiten, die währenddessen liegen bleiben. Schlaf, Bewegung, eine Beziehung, eine Fähigkeit, ein eigenes Projekt. Das sind Opportunitätskosten — das, worauf wir verzichten, weil Zeit und Geld bereits gebunden sind.
Keine freie Stunde muss Geld einbringen. Erholung und Freude haben einen eigenen Wert. Aber ich möchte ehrlich unterscheiden können, ob ich mich gerade erhole oder etwas aufschiebe, das mir wichtig ist. Ich kenne diesen Widerspruch auch bei mir.
Mission entsteht als Gegenbewegung zu einem Alltag, in dem das Digitale immer mehr Raum einnimmt und Begegnungen vor Ort immer leichter vertagt werden.
Wir wollen es Menschen leichter machen, gemeinsam etwas zu unternehmen und eigene, wertvolle Ziele zu verfolgen. Gutes Essen, Sport, Kultur und kleine Abenteuer gehören genauso dazu wie Reisen, kreative Vorhaben, berufliche Ambitionen und gemeinsame Unternehmen.
Unsere Vision reicht vom ersten Treffen in der eigenen Stadt bis zu Lebensprojekten, die uns in die Welt hinausführen. Gemeinschaft kann wachsen, wenn aus Fremden Bekannte werden und aus einem guten Nachmittag eine Verabredung für nächste Woche. Daraus können Freundschaften und Partnerschaften entstehen, in denen man größere Schritte gemeinsam wagt.
Deine Mission muss nicht meine sein, damit ich dich dabei unterstützen kann.
Unsere Ausgangsbedingungen sind unterschiedlich. Geld, Gesundheit, Erschöpfung oder fehlende Kontakte können echte Hürden sein. Deshalb genügt ein „Träum größer“ oder „Leg das Handy weg“ nicht. Wir wollen zugängliche Anlässe schaffen, bei denen man auch allein dazukommen darf. Große Ziele brauchen erreichbare nächste Schritte.
Technologie und KI können helfen, Wissen zugänglich zu machen, passende Möglichkeiten zu finden, Menschen zusammenzubringen und Organisation zu vereinfachen. Dafür wollen wir sie einsetzen. Gewonnene Zeit und Möglichkeiten sollen in das fließen, was den Menschen selbst wichtig ist.
Das verpflichtet auch uns. Mission darf Begegnungen nicht hinter endlosem Scrollen verstecken oder Freizeit in einen Wettbewerb um Punkte und Status verwandeln. Unser Erfolg soll sich daran zeigen, ob aus Ideen Verabredungen werden und Menschen etwas beginnen, das ihnen persönlich wichtig ist.
Du darfst dich auf GTA VI freuen und gelegentlich mit deinen Freunden spielen. Und du darfst genauso bewusst entscheiden, dass dein eigenes Leben mehr von deiner Aufmerksamkeit verdient.
Vielleicht wartet da ein Mensch, den du schon lange sehen wolltest. Ein Song, den du schreiben möchtest. Eine Forschungsfrage, die dich bis nach Tokio führen könnte. Ein Traum, den du dir bisher kaum erlaubt hast, laut auszusprechen.
Gib ihm einen ersten konkreten Schritt. Such dir Menschen, die dich begleiten. Erlaube dir herauszufinden, was aus dem werden kann, das in dir steckt.
Deine Mission ist einzigartig. Du musst sie nicht allein leben.
Welche Mission möchtest du angehen — und was fehlt dir für den nächsten Schritt? Schreib uns an info@mission.do. Ich freue mich darauf, davon zu hören.
Zu den Ortsbezügen: Rockstar zu GTA VI und Vice City, Vice City und Miami, Los Santos und Los Angeles, Vinewood Hills und Hollywood Hills.